„AKZEPTANZ STATT KAMPF“
Leben mit Morbus Bechterew – mein Alltag, meine Erfahrungen
Morbus Bechterew begleitet mich nun seit über zwölf Jahren. Was anfangs nur wie Rückenschmerzen wirkte, hat sich zu einer dauerhaften Erkrankung entwickelt – mit Höhen und Tiefen, Rückschlägen und Fortschritten.
Diese Seite ist mein Versuch, ehrlich zu zeigen, wie ich heute mit der Krankheit lebe – und warum ich gelernt habe, nicht gegen meinen Körper zu kämpfen, sondern mit ihm.
Der Anfang war schwer
Die Jahre vor der Diagnose waren geprägt von Unsicherheit, Schmerzen und vielen Fragezeichen. Nach der Diagnose folgte Erleichterung – aber auch Angst und Überforderung.
Ich musste vieles umstellen: meinen Alltag, meine Arbeit, meine Haltung zum Leben. Aber mit der Zeit habe ich gemerkt: Man kann mit dieser Krankheit leben. Nicht immer perfekt – aber oft besser, als man denkt.
Was mir hilft, den Alltag zu meistern
Über die Jahre habe ich verschiedene Dinge ausprobiert – und für mich eine Art „Werkzeugkasten“ zusammengestellt, der mir hilft, meinen Alltag aktiv zu gestalten.
- Regelmäßige Bewegung – Krafttraining, Dehnen, Spazieren
- Eine Ernährung, die mir gut tut und Entzündungen vermeidet
- Feste Routinen und Pausen, um Überforderung zu vermeiden
- Hilfsmittel im Alltag – z. B. ergonomisches Sitzen, Wärmeauflagen
- Psychische Entlastung durch Austausch, Gespräche, Achtsamkeit
Ich versuche, mich nicht mehr über die Krankheit zu definieren – sondern über das, was trotzdem geht.
Akzeptanz statt Kampf
Für mich war ein Wendepunkt, als ich aufgehört habe, gegen den Schmerz anzukämpfen. Ich habe akzeptiert, dass Morbus Bechterew ein Teil meines Lebens ist – aber nicht mein ganzes Leben.
Das hat mir geholfen, offener mit der Krankheit umzugehen. Ich muss nicht jeden Tag stark sein – aber ich kann jeden Tag mein Bestes geben. Und an schlechten Tagen auch mal nichts tun – ohne schlechtes Gewissen.
Was ich mir wünsche
Ich wünsche mir mehr Sichtbarkeit für diese Krankheit, mehr Verständnis im Alltag – und mehr Austausch unter uns Betroffenen.
Deshalb schreibe ich diesen Blog. Wenn du bis hierher gelesen hast: Danke. Vielleicht findest du dich in manchen Gedanken wieder. Und vielleicht kann ich dir zeigen, dass man trotz chronischer Krankheit ein gutes, aktives Leben führen kann – Schritt für Schritt
