„ERSTE SYMPTOME – WIE ALLES BEGANN“
Symptome & Diagnose bei Morbus Bechterew
Viele Betroffene erleben die ersten Anzeichen von Morbus Bechterew schon Jahre vor der eigentlichen Diagnose – so war es auch bei mir. Die Symptome sind oft unspezifisch und können leicht mit normalen Rückenschmerzen verwechselt werden. Gerade deshalb dauert es bei vielen Menschen lange, bis sie Gewissheit haben.
Erste Symptome – wie alles begann
In meinem Fall traten die ersten Beschwerden bereits mit etwa 16 Jahren auf. Es begann mit morgendlicher Steifigkeit im unteren Rücken, die sich nach Bewegung besserte. Zunächst dachte ich an Haltungsschäden oder Wachstumsprobleme – vielleicht auch an die ungewohnte körperliche Belastung durch den Start meiner Ausbildung.
Mit der Zeit kamen weitere Symptome dazu:
- Schmerzen im unteren Rücken, vor allem nachts oder im Ruhezustand
- Bewegungseinschränkungen morgens und nach längerem Sitzen
- Phasen mit starker Müdigkeit („Fatigue“)
- Gelenkschmerzen in Schultern, Hüfte oder Fersen
- Druckschmerz im Brustkorb (Rippenentzündung)
Warum die Diagnose oft so lange dauert
Ich habe über drei Jahre lang verschiedene Fachärzte aufgesucht – Orthopäden, Hausärzte, Rheumatologen, Kliniken. Die Schmerzen wurden oft als „Verspannungen“ oder „Stress“ abgetan. Erst mein Hausarzt nahm sich die Zeit, meinen kompletten Verlauf geduldig zu analysieren, nachdem ich ihm erzählt hatte, dass ich langsam am Ende meiner Kräfte war.
Erst dann wurden gezielte Untersuchungen durchgeführt:
- HLA-B27-Bluttest
- MRT der Iliosakralgelenke
- Entzündungsmarker im Blut (CRP, BSG)
Diagnose: Morbus Bechterew (axiale Spondyloarthritis)
„Die Diagnose hat mir damals Angst gemacht – aber auch Erleichterung gebracht. Endlich hatte mein Leiden einen Namen. Es war der erste Schritt auf meinem Weg, mich mit der Krankheit auseinanderzusetzen und aktiv etwas zu verändern.“
Mein Tipp an dich:
Wenn du ähnliche Symptome hast oder dich unsicher fühlst, lass dich nicht abspeisen – suche dir einen Arzt, der dich ernst nimmt. Eine frühe Diagnose kann viel verändern und dir langfristig helfen, die Krankheit in den Griff zu bekommen.
Hinweis: Diese Seite basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen und ersetzt keine medizinische Beratung.



